Was ist Hapkido?
Über Hapkido ist – nicht nur- auf den verschiedenen
Homepages schon viel geschrieben worden, deshalb sei empfohlen, da wir uns
recht kurz fassen wollen, auf den entsprechenden Seiten vertiefend
nachzuschauen. (Links zum DHB, NWHV, ÖHKDB!)
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„Hap“
heißt soviel wie das Zusammenspiel zwischen Geist und Körper und
bedeutet „allumfassend“. |
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„Ki“
ist die innere Kraft und symbolisiert den Energiefluß im Menschen,
gleichsam auch seine Lebensenergie. |
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„Do“
ist der Weg; gemeint ist nicht nur die Technik an sich, sondern Do
steht für den WEG des Lebens. Der WEG ist gleichsam das Ziel, er
dauert lebenslang an. |
Hapkido ist mehr als eine Zusammenstellung von
realitätsnahen und äußerst effektiven (Kampf-)Techniken, sondern ist ein
Ganzheitssystem, bestehend aus einer inneren, moralisch, meditativen und
einer äußeren, technischen Komponente, die beide einander bedingen und eng
miteinander verwoben sind.
Der Hapkidoin versucht dabei sich, d.h. seine gesamte Persönlichkeit und
auch sein technisches Wissen ständig weiterzuentwickeln. Wer sich intensiv
mit Hapkido beschäftigt und sich fest vornimmt den WEG zu gehen, wird
merken, dass er nicht nur (Kampf)technisch besser wird, sondern sich auch
persönlich, d.h. familiär, beruflich und sozial weiterentwickelt.
Beim Hapkido, so wie wir es begreifen, handelt es sich also um ein gut
ausgewogenes und effektives Kampf- und Selbstverteidigungssystem,
eingebettet in eine Lebensphilosophie.
Die Prinzipien:
Grundprinzipien des Selbstverteidigungssystems Hapkido sind dabei das
Kreis-, Fluß-, und Einwirkungsprinzip.
Der Kreis:
Runde Bewegungen sind effektiver als eckige. Der Hapkidoin versucht dem
Gegner die innere Mitte, sein Zentrum, zu nehmen und dessen eigene
Angriffsenergie durch runde Bewegungen abzuleiten und gegen ihn
einzusetzen.
Der Fluß:
Diese Techniken sind dabei fließend, d.h. getragen vom inneren Energiefluß
(Ki), der sich dann in der äußeren, fließenden, runden Technik
manifestiert. Man stelle sich fließendes Wasser vor, es kann nicht
endgültig aufgehalten werden.
Die Einwirkung:
Das Prinzip der Einwirkung stellt die dritte Grundlage dar: der Gegner
wird „bewegt“, der Hapkidoin wirkt solange auf ihn ein, bis ein Entweichen
aus der Technik(-abfolge) nicht mehr möglich ist und der Einsatz derselben
zum Erfolg, d.h. zur Abwehr des Angriffes, führt. Dabei ist es
entscheidend, dass während der gesamten Verteidigungsaktion der Gegner
kontrolliert und es ihn nicht gestattet wird andere Bewegungen
auszuführen, als die, der Verteidiger, der Hapkidoin, will.
Unübersehbare Grundlagen des Hapkido, aufgrund des japanischen
Hintergrundes eines Teiles des Systemes, sind dabei die Wurzeln des alten
japanischen Samuraikodex „Bushido“ (Bu = Kunst des Kämpfens; Shi = der
Krieger; Do = der Weg).
Dieser Weg lässt sich dabei durch sieben – japanische - Begriffe
kennzeichnen:
1.) Gi, die rechte Entscheidung aus der Ruhe des Geistes, die Rechte
Haltung und die Wahrheit.
2.) Yu, die Tapferkeit und der Heldenmut
3.) Jin, das Wohlwollen gegenüber der Menschheit, die universelle Liebe
4.) Rei, das rechte Verhalten; ein ganz wesentlicher Punkt
5.) Makoto, vollständige Aufrichtigkeit
6.) Meiyo, Ehre und Ruhm
7.) Chugi, Hingabe und Loyalität
Auch diese Begriffe charakterisieren das Wesen des Hapkido zutreffend.
Zu den Techniken selbst:
Hapkido ist, wie bereits beschrieben, ein realistisches, kompromissloses
Selbstverteidigungssystem.
In unserem Hapkidostil werden Angriffe durch Schläge, Tritte, Hebel und
Würfe und durch Einsatz von Nervendrucktechniken im allgemeinen „weich“(
d.h. harte Blocktechniken sind eher selten) abgewehrt, wobei eine
Kombination aller genannter Techniken und der Einsatz von verschiedenen
Waffen häufig ist.
„Abwehr“ meint im übrigen dabei nicht nur reine Verteidigung. Präventive
Angriffe, um einem unmittelbar bevorstehenden gegnerischen Angriff
zuvorzukommen, sind ebenso im System enthalten.
In diesem Zusammenhang verweisen wir auf das Prüfungsprogramm des SAHB
e.V.